Herbstzeit ist Keschdezeit

© Dominik Ketz

Es ist Herbst in der Pfalz, wenn die Blätter anfangen sich zu färben, die Winzer ihre Trauben lesen und die Kastanien von den Bäumen fallen.

 

Da darf eine Wanderung durch das Biosphärenreservat Pfälzerwald natürlich nicht fehlen. Einen schönen und gemütlichen Rundweg, auf dem sich unterwegs viele Kastanienbäume befinden, haben wir hier zusammengestellt: Wandertipp - Wo die Kastanien wachsen

Cittaslow-Unterstützer ausgezeichnet

Cittaslow-Unterstützer ausgezeichnet

Cittaslow-Unterstützer ausgezeichnet

Im Rahmen einer kleinen Pressekonferenz konnte Ortsbürgermeister Karl Schäfer gemeinsam mit dem Präsidenten von Cittaslow-Deutschland, Manfred Dörr,  am Montag vier Betrieben aus Maikammer Cittaslow- „Unterstützer“-Schilder überreichen.

 

Alle Betriebe fühlen sich mit der Cittaslow-Vereinigung  verbunden und leben den Cittaslow-Gedanken und stärken ihn durch  Ihr Wirken und Auftreten. Damit dies auch nach außen sichtbar wird, wurden nun  „Unterstützer“-Schilder überreicht.

 

Ausgezeichnet wurden die Bäckerei Volker Stephan, die Metzgerei Jürgen Garrecht, das Weingut Dengler-Seyler, sowie die kommunale Kindertagesstätte Abenteuerland.

 

Die Bäckerei Stephan, geführt von Volker und Maria Stephan, besteht seit 25 Jahren und war sich von Beginn an bewusst, dass sie als kleine traditionelle Bäckerei auch eine große Verantwortung gegenüber ihrer Kundschaft, ihren Mitarbeitern und ihres Handwerks übernommen haben. Ebenso eine Verantwortung gegenüber der Region und Umwelt. Deshalb backen sie seit jeher nach althergebrachten, traditionellen und oft regionalen Rezepten, mit Rohstoffen von benachbarten Produzenten, die sie allesamt seit vielen Jahren persönlich kennen und vertrauen können. Ob Milch oder Mehl, Eier oder Obst, alles immer von allerbester Qualität und nachhaltig produziert. Dies trägt dazu bei, dass sie mit ihrem handwerklichen Können stets Produkte erzeugen, die sich von den vielen Backwaren aus Supermärkten oder von Tankstellen gänzlich unterscheiden. Sie verwenden keine industriell vorgefertigten Teiglinge oder Backmischungen und der Sauerteig ist ein selbsthergestellter Natursauerteig

 

Die Metzgerei Garrecht ist seit 1870 in der Hartmannstraße 33 ansässig.  Jürgen Garrecht und seine Frau Martina übernahmen die Metzgerei 1999, in dritter Generation. Früh, um drei Uhr morgens, geht es ab in die Wurstküche. Der Metzgermeister legt großen Wert auf selbstgemachte Produkte zu fairen Preisen. Hier gibt es auch noch, den echten Leberkäs’, wie man ihn als alter Pfälzer kennt. Obwohl im Hause Garrecht nicht mehr selbst geschlachtet wird, ist Montag Rinder- und Donnerstag Schweine-Schlachttag. Dann stehen unter anderem Kesselfleisch, Rippchen, „Knechelscher“ oder auch ein in der heutigen Zeit nicht mehr alltäglicher Herzpfeffer auf der Angebotstafel. Natürlich wird auch die komplette Hausmacher-Wurstpalette angeboten. Eine Metzgerei in der Pfalz ohne diese Spezialitäten, das geht gar nicht. Schon seit vielen Jahren werden auch glutenfreie Waren verkauft, wobei dieses Prädikat nicht nur für Fleisch und Wurst, sondern zum Beispiel auch für Semmel- oder Kartoffelknödel und Nudeln gilt, die über den angegliederten Partyservice angeboten werden. Um den Allergikern gerecht zu werden, setzen sie schon lange auf die Zusammenarbeit mit der Hammermühle in Kirrweiler.

 

Das Weingut Dengler-Seyler, geführt von Eva und Matthias Seyler ist in der Weinstraße Süd ansässig. Sie machen Wein mit Begeisterung, Leidenschaft und Hinwendung. Sie sind beide Weinfachleute und fest verwurzelt in Familie und Weinberge. Über 200 Jahre, seit vier Generationen ist das Weingut im Familienbesitz. Eva und Matthias Seyler leiten das Weingut gemeinsam und arbeiten mit und nach der Natur. Sie arbeiten im Weinberg und sehen genau hin, hören und fühlen, was im Weinberg heranwächst. Nur so können sie Böden, Reben und Trauben in ihrer natürlichen Entwicklung unterstützen und mit dem versorgen, was sie zum guten Gedeihen brauchen. Seit Jahren bewirtschaften sie ihre Weinberge naturnah und sind auf dem Weg zur Bio-Zertifizierung kurz vor dem Ziel. Viele kundige Hände sind dazu notwendig, vor allem im Herbst, wenn die Trauben behutsam Zeile für Zeile geerntet werden.  Der Weinkeller stammt aus der Zeit des Barock, der Holzfassausbau darin ist Tradition. Für sie gehört guter Wein wie gutes Essen zum guten Leben.

 

Kommunale Kindertagesstätte Abenteuerland

Die Kindertagesstätte umfasst eine Nutzfläche von insgesamt 557,02 m² sowie eine Außenfläche von 2.213 m². Derzeit stehen 16 Teilzeit- und 54 Ganztagesplätze zur Verfügung. Eine Aufnahme für Kinder ab 1 Jahr ist möglich. Die Mittagsverpflegung für die Ganztageskinder wird in der eigenen Küche täglich frisch zubereitet. „Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag“ (J. Korcziak) ist der wichtigste Leitsatz für die Arbeit in der Kommunalen Kindertagesstätte Abenteuerland Maikammer. Jedes Kind dort abholen, wo es steht, mit seinen ureigensten Anlagen, Eigenschaften und Bedürfnissen zu sehen und zu akzeptieren, ist das wichtigste Kriterium für die Erzieherinnen der Einrichtung.

 

Mit Frank Lehmann konnte man einen begeisterten Diplom Biologen gewinnen der den Kindern jede Woche aufs neue die Tier- und Umwelt im Außengelände zeigt und begreifbar macht! Die Kinder lernen den respektvollen Umgang mit Pflanzen, Tieren und Co. Auch am Gartenmarkt trägt Herr Lehmann mit Führungen im Außengelände der Kita zu einem neuen Umweltbewusstsein für jedermann bei.

 

Der Koch der KiTa verwendet viele regionale Produkte und bringt diese den Kindern näher. Die ErzieherInnen, die beim Mittagessen dabei sind, greifen dies auf und vermitteln wo Gemüse und Co herkommt. Es gibt eigene  Hochbeete, die gemeinsam mit dem  Koch, den ErzieherInnen in Zusammenarbeit mit den Kindern gepflegt werden. Außerdem kann das daraus resultierte Erzeugnis selbst verzehrt werden bzw für die Zubereitung des Mittagessen verwendet werden.

 

Zum Zeichen der Zugehörigkeit und damit die Kinder das Bild der Cittaslow-Schnecke vor Augen haben, befindet sich auf dem Weg zur Kita die Cittáslow-Schnecke auf dem Boden aufgemalt. Die Idee entstand während der Corona-Pandemie, um Kindern und Eltern das Abstand halten mittels der Schnecken zu erleichtern. Außerdem hat jede Gruppe ein Plüschschnecke mit denen sie den Kindern das Projekt erklären und veranschaulichen können!

 

Mit der musikalischen Früherziehung, in Zusammenarbeit mit Frau Ute Hormuth (https://ute-hormuth.de/vita/ ), wird der kulturelle Gedanke gefördert. Die Kinder lieben es im Alltag zu singen und bekommen durch Frau Hormuth noch einmal ein anderes Gefühl dafür.

 

Beim Pfälzer Gartenmarkt bietet die KiTa selbsthergestellte Sachen, wie Marmelade und andere Upcycling Gegenstände zum Kauf an.

 

Im  Außengelände wachsen Pflanzen aller Art und verschiedene Tiere fühlen sich hier wohl. In Zusammenarbeit mit dem Hausmeister und mit Hilfe des Bauhofes wird dieses gepflegt. Teils dürfen die Kinder mit verschiedenen Gartengeräten unterstützen und lernen so die Wertschätzung des Ganzen.

 

In regelmäßigen Abständen besuchen die  Kinder das Altenheim St. Pirmin. Bei gemeinsamen Aktivitäten wie singen, musizieren, backen und basteln lernen sich Groß und Klein, Alt und Jung  kennen und schätzen. Auch in Zeiten von Corona wurden die Bewohner besucht. Mit viel Abstand waren die Kinder im Außenbereich und die Bewohner im Inneren des Hauses. Somit konnte man gerade vor Weihnachten eine kleine Freude bereiten und zeigen, dass man immer aneinander denkt und füreinander da ist.

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