Weinlehrpfade

Weinlehrpfad Mandelhöhe in Maikammer, ab Alsterweiler Kapelle

Bei einem Spaziergang lässt sich hier Interessantes über das edelste Produkt dieser Landschaft, den Wein, erfahren. Ausgangspunkt für den Rundgang ist die Alsterweiler Kapelle, in deren Innenraum sich eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele gotischer Tafelmalerei in der Pfalz befindet, der "Maikammerer Altar". Der ca. 2,5 km lange Weinlehrpfad ist nach der Maikammerer Weinlage "Mandelhöhe" benannt und führt über den Kapellenweg, den Wanderweg Deutsche Weinstraße, zurück über die Kredenburg- und Friedhofstraße zum Ausgangspunkt. Vorbei geht es z.B. an der Historischen Weinbergsanlage, die verschiedene alte Erziehungsformen im Unterschied zum heute verbreiteten Spalieranbau zeigt. Daneben gibt es Informationen über Sinn und Zweck der Flurbereinigung sowie Hinweistafeln zu den angepflanzten Rebsorten in den umliegenden Weinbergen. Gemütliche Rast- und Picknickplätze am Wegesrand bieten teilweise eine prächtige Aussicht in den Oberrheingraben.

Termine für Führungen: von Ostern bis Anfang November dienstags um 15.00 Uhr; eine Voranmeldung im Büro für Tourismus Maikammer, Tel. 06321 952768, ist erforderlich.

Für Gruppen auch Führungen auf Anfrage möglich.

Der besondere Tipp: Der Wein aus dem Historischen Weinberg ist als Sonderabfüllung mit Künstleretikett im Büro für Tourismus Maikammer käuflich zu erwerben.

Weinlehrpfad in Kirrweiler

Weinlehrpfad in Kirrweiler

Seit Anfang Oktober gibt es nun auch in Kirrweiler – initiiert vom Weinbauverein - einen Weinlehrpfad.

Beginnend am Achtmorgenweg an der Friedhofskapelle mit dem ältesten Weinberg Kirrweilers, verläuft der Weg über eine Strecke von ca. 2,5 km vorbei am Nickelsee und natürlich an verschiedenen Weinanlagen. Ein gemütlicher Spaziergang mit Blick auf das Hambacher Schloss und den Pfälzerwald.

Der Weinbau, der die Region prägt, ist in Kirrweiler ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Der anerkannte Ferienort gehört mit rund 600 ha Rebfläche zu den größten Weinbaugemeinden Deutschlands. In der Gemarkung werden zu 60% Weiß- und zu 40% Rotweinsorten angebaut.

Zwei Termine für Führungen über den Weinlehrpfad werden für 2010 angeboten: Dienstag, 21. September, und Montag, 27. September, jeweils um 10.30 Uhr. Treffpunkt: An der Friedhofskapelle Dauer der Führung: ca. 2 Stunden Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Abschluss mit kleinem Vesper und einem Glas Wein (auf eigene Kosten) in einem Weingut.

St. Martiner WeinWeg (Wein- und Steinlehrpfad) in St. Martin, ab Bildhäusel

Weinlehrpfad

Mit ausgedehntem Panoramablick hoch zu den Bergen des Pfälzerwaldes, zur Kropsburg und zum Hambacher Schloß, über den malerischen Wein- und Luftkurort St. Martin und den Oberrheingraben lässt es sich auf dem St. Martiner Wein- und Steinlehrpfad höchst interessant wandeln. Die neue Attraktion entstand auf Initiative des St. Martiner Weinbauvereins in Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Landesamt für Geologie und Bergbau und ist derzeit wohl einmalig in Deutschland.

Der Ausgangspunkt des Weges befindet sich am historischen "Bildhäusel", einer kleinen Flurkapelle, nahe des Ortseingangs von St. Martin. Auf etwa 1,5 km Länge führt der Wein- und Steinlehrpfad auf dem Burgweg vorbei an der "Dalberger Bank", einem Sandsteinmonument zur Erinnerung an die geschichtlich bedeutenden ehemaligen Lehnsherren St. Martins, an der liebevoll restaurierten "Haardtmadonna" und an einem historischen Weinberg, der im direkten Vergleich mit neu angelegten Rebzeilen die enorme Entwicklung im Weinbau bis zum heutigen Standard zeigt.

Dass Weinbau und Boden bzw. dessen Beschaffenheit, einen bedeutenden Zusammenhang pflegen, aber auch dem Wein und seinen Inhaltsstoffen sowie Steinen und ihren mineralischen Bestandteilen gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden, das dokumentiert der St. Martiner Wein- und Steinlehrpfad auf ganz besondere Weise. In der Weinlandschaft am Wegesrand werden 18 Rebsorten vorgestellt, denen jeweils ein Stein bzw. Mineral zugeordnet wurde. Die Kombinationen von Wein und Stein erfolgten unter Berücksichtigung der unterschiedlichsten Aspekte. So ist der Graue Burgunder mit dem Pfälzer Muschelkalk gepaart, weil sich diese Rebsorte auf Muschelkalkböden ausnehmend wohlfühlt und sich hier der Weincharakter besonders typisch ausprägen kann. Für die Rebsorte Gewürztraminer fiel die Wahl auf den Rosenquarz. Als Stein der Liebe bezeichnet, erinnert er im übertragenen Sinne an das duftige Rosenbukett der Gewürztraminerweine. Dem Riesling, der edelsten aller Weißweinsorten, wurde der klassische gelbe Pfälzer Sandstein zugeordnet - ein Sedimentgestein, dessen Beschaffenheit, Farbe und Maserung zu künstlerischem Schaffen anregt.

Weiter zeigt der St. Martiner Wein- und Steinlehrpfad interessante Einblicke in die Pfälzer Erdgeschichte und damit natürlich in den steinernen Untergrund seiner umliegenden Weinberge. St. Martin liegt an der Abbruchkante des Pfälzerwaldes zum Oberrheingraben, der vor etwa 50 Millionen Jahren aufriss. In Gabionen (Drahtkörbe) gefüllt und als Steinsäulen am Wegesrand aufgestellt sind die drei für den Bereich um St. Martin typischen Gesteine in der Reihenfolge ihres Alters. Unten liegt der dunkle Gneis. Mit einem Alter von 430 Millionen Jahren ist es das älteste in der Pfalz vorkommende Gestein. Darüber ist die für die Pfalz so typische rötliche Gesteinsformation des Buntsandstein geschichtet, entstanden im Erdzeitalter der Trias bei trocken-heißem Wüstenklima. Ganz oben liegt gelblich-weißer Kalkstein, der sich als Ablagerung in einem Meer während der Tertiärzeit bildete. Auf den Böden dieser Kalksteine wachsen die Weinreben und nehmen mit ihrem Wurzelwerk Wasser und Nährstoffe aus jenen auf, wodurch Geschmack und Charakter der Weine beeinflusst werden.

Termine für Führungen über Büro für Tourismus St. Martin, Tel. 06323 5300.

Für Gruppen auch Führungen auf Anfrage möglich.

Der besondere Tipp: Wein-Event am 2. Sonntag im Juni auf dem St. Martiner WeinWeg mit kulinarischer Weinverkostung.