St. Martiner Bunker
in St. Martin

Der Nato-Bunker aus der Zeit des "Kalten Krieges", erbaut in den Jahren 1964 bis 1972, ist seit der Jahrtausendwende im Besitz der Gemeinde St. Martin. Es handelt sich um einen sehr weitläufigen Komplex mit ca. 3.000 qm Verkehrsfläche, der von außen kaum zu erkennen, gut versteckt in einem Berghang liegt. Der Bau erfolgte in zwei Abschnitten. Nach einem Erschließungsstollen von rund 630 m entstand der Verkehrsstollen mit vier Quer- und zwei Verbindungsstollen mit einer Baulänge von insgesamt 470 m. Der Bunker verfügt auch über einen Wasserschacht mit Sammelstollen, welcher wohl für eine eigene Wasserversorgung vorgesehen war.
Natürlich ranken sich mittlerweile um Sinn und Zweck dieses Bauwerks viele Geschichten. Vermutlich hätte im Kriegsfalle hier eine Zentrale des Nachrichtendienstes eingerichtet werden sollen. Im Laufe seines Bestehens entwickelte sich der Bunker insbesondere im Winter zu einer geräumigen Zufluchtsstätte für eine kleine Fledermauskolonie. Experten beobachteten unter den etwa 20 Tieren allein 14 verschiedene Arten. Begehungen sind deshalb nur von Ende April bis Oktober möglich.
Für Besucher ist der Bunkerkomplex nur im Rahmen von speziellen Bunkerführungen zugänglich.
Termine und Führungen (nur nach Voranmeldung) 2012:
Donnerstags, 10. Mai, 14. Juni, 12. Juli, 09. August und 13. September, jeweils um 18 Uhr,
Donnerstag, 12. April und 11. Oktober, jeweils um 17 Uhr
Die Begehung erfolgt auf eigene Gefahr.
Für Gruppen ab 10 bis max. 30 Personen auch Führungen auf Anfrage möglich, Büro für Tourismus St. Martin, Tel. 06323 5300.









