Beweidungsprojekt Sandwiesenweiher

Auf uriger Ochsentour im St. Martiner Tal

Auerochsen, Heckrinder, Beweidungsprojekt, Sandwiesenweiher, St. Martin

Eine kleine Herde mit derzeit sieben erwachsenen "Auerochsen" und vier Jungtieren steht im St. Martiner Tal im Dienste der Landschaftspflege. Diese als "Heckrinder" bezeichneten Tiere, die dem längst ausgestorbenen Auerochsen sehr ähneln und deshalb landläufig auch heute noch als solche bezeichnet werden, sind eine Nachzüchtung der Gebrüder Heck (Zoodirektoren in Wien und Berlin) aus den 1920er Jahren.
Da diese Wildrinder für ihre Robustheit bekannt sind, eignen sie sich bestens für die ganzjährige Freilandhaltung und bieten sich deshalb für ein Beweidungsprojekt förmlich an.

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Als "lebende Rasenmäher" sollen die urigen Tiere ihre 41 Hektar große Weide, die noch mit lichtem Kiefernwald besetzt ist, in den nächsten Jahren landschaftlich umgestalten. Der Appetit der halbwilden Rinder auf Süßgräser, Gehölzzweige und junge Bäumchen hilft ihnen dabei, ihre Aufgabe zu bewältigen. Schritt für Schritt sorgen die vierbeinigen Gärtner so für die Entstehung einer abwechslungsreichen halboffenen Landschaft mit verschiedenen attraktiven Lebensräumen und einer hohen Artenvielfalt.

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Dieses einmalige Projekt extensiver Beweidung wurde von der Gemeinde St. Martin zusammen mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz, dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz, den Landesforsten Rheinland-Pfalz, der Unteren Naturschutzbehörde im Kreis Südliche Weinstraße und dem Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald-Nordvogesen auf den Weg gebracht.

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Neben der Landschaftspflege und der Wertschöpfung durch Bewirtschaftung steht das Projekt auch für nachhaltige Entwicklungen in Tourismus und Bildung. Unter dem Motto "Echt urig! Auf Ochsentour in St. Martin" sollen Kinder und Jugendliche im Schulunterricht oder auf Exkursionen neben dem respektvollen Umgang mit Natur und Umwelt gleichzeitig auch den wirtschaftliche Aspekt näher kennen lernen: Die Rinder sterben leider nicht an Altersschwäche, sondern landen irgendwann "auf dem Teller". Die natürliche Haltung der Tiere garantiert ein Fleisch von besonderem Geschmack und Qualität. Die Grillhütte St. Martin (Tel. 06323 7748) bietet Gerichte vom Auerochsen an, oder man kann das naturnahe Fleisch beim Pächter und Bewirtschafter Erich Auer (Tel. 0173 2464534) käuflich erwerben.

Kommen Sie mit auf die "Ochsentour"

Zu bewundern sind die Tiere auf einem ca. 5 km langen Rundwanderweg entlang des Weidezaunes, dem Auerochsenweg. Ein günstiger Ausgangspunkt für die kleine Wandertour ist der Wanderparkplatz St. Martiner Tal, zu erreichen über die Totenkopfstraße. Unterwegs bieten sich zwei Möglichkeiten für einen erfrischenden Einkehrschwung: Grillhütte St. Martin, Opens external link in new windowwww.grillhuette-pfalz.de, Tel. 06323 7748 oder 2243 und das Haus an den Fichten, Tel. 06323 7844. Für Gruppen kann auch eine geführte Wanderung gebucht werden über das Büro für Tourismus St. Martin, Tel. 06323 5300.

Initiates file downloadFlyer Ochsentour (Format: PDF; Dateigröße: 3, 9 MB)